· Lavendel fein,
Lavendel extra (botanisch: Lavandula officinalis, Lavandula
angustifolia, Lavandula vera)
· Speiklavendel (botanisch: Lavandula spica,
Lavandula latifolia)
· Lavandin (botanisch: Lavandula hybrida)
· Schopflavendel (botanisch: Lavandula stoechas)
Der Lavendel gehört zu
der Familie der Lippenblütler (Labiatea). Früher
wurde er auch "keltische Narde" genannt. Die Bezeichnung "Lavendel"
kommt aus dem Lateinischen, eigentlich heißt es "Lavandula";
"lavare" bedeutet waschen.
Bei den Römern wurden schon die Lavendelblüten zur
Parfümierung ins Badewasser gegeben. Erstmals erwähnt
wurde die Pflanze aber schon lange vor den Römern. Im Jahre
1371 wird von einer Kultur des Lavendels in Burgund berichtet,
über die Destillation erstmals im 16 Jahrhundert. Dr.Gabridel
entdeckte, daß man das Lavendelöl hervorragend zur
Behandlung von Wunden und als Wurmmittel einsetzen kann. Die heilige
Hildegard von Bingen hat den Lavendel als Nervenmittel angepriesen.
Es gab den sogenannten "3-Räuberessig" oder
"4-Räuberessig" gegen die Pest; der erstere bestand aus
Lavendel, Rosmarin und Angelika, beim letzteren kam noch Wacholder
hinzu. Laut der Geschichte gelang es den Räubern, in die
Häuser der an der Pest Erkrankten und Verstorbenen
einzudringen und diese auszurauben, ohne sich anzustecken. Es wurde
ihnen Straffreiheit versprochen, wenn sie ihr Geheimnis verraten
würden.
Die wissenschaftlichen Forschungen mit Lavendel begangen erst im 19.
Jahrhundert mit Gattfosse, einem Chemiker aus Frankreich. Er selber
hatte sich seine Hand verbrannt und mit Lavendel behandelt.
Damals war schon die Provence Hauptanbaugebiet. 1923 wurden noch 90 %
des gesamten Ernteertrages aus gepflegtem Wildwuchs gewonnen und nur 10
% aus angelegten Kulturen. Dieses Verhältnis wendete sich 1956
ins Gegenteil.
Aus den 50er Jahren stammt der Nachweis über die Behandlung
manisch-depressiver Patienten.
Heute ist das Lavendelöl ein unverzichtbarer Bestandteil der
Parfümerie, der Pharmazie und der Aromatherapie. In der
Pharmazie werden lieber die synthetischen Wirkstoffe eingesetzt, da sie
leichter zu standardisieren sind.
Geerntet wird der Lavendel in der Mittagszeit, da die Pflanze
dann am meisten Öl enthält. Vor dem Austrocknen
schützt sie sich selber. Gewonnen wird das Öl durch
Wasserdampfdestillation der Rispen und Stengel. Man braucht 100 kg
Kraut, um 1 kg Öl herzustellen. Es ist sehr wichtig
für die Qualität des Öls, daß der
Lavendel 1,5 Std. destilliert wird; oft wird schon nach 0,5 Std. die
Destillation beendet, dann fehlen dem Lavendelöl die stark
beruhigenden Inhaltsstoffe.
Vom Lavendel "fein" sind heute 160 heilende Inhaltsstoffe bekannt.
Beim Lavendel "extra" sind es 180-200 heilende Inhaltsstoffe. Seine
Hauptinhaltsstoffe sind Linalylacetat (Ester) und Linalool
(Monoterpenol). Der Lavendel "extra" ist das ätherische
Öl der echten Lavendelpflanze, die wild in freier Natur ab 500
m Seehöhe wächst. Die kleinen Pflanzen wachsen in
hohen Lagen und weisen nur bis zu 10 Blütenstände
auf; das aus ihnen gewonnene Öl ist das wertvollste
Lavendelöl.
Der Speiklavendel wird auch die
"Spike narde" genannt.
Er wächst hauptsächlich in den Tälern
Südfrankreichs, aber auch in Spanien und anderen
Mittelmeerländern bis in 700 m Höhe. Im Gegensatz zum
Lavendel fein wird er größer und
blütenreicher. Wie auch die anderen Lavendelarten
gehört er zu der Familie der Lippenblütler
(Labiatea). Der Speiklavendel blüht ungefähr 4 Wochen
später als der Lavandula officinalis. Die Gewinnung erfolgt
durch Wasserdampfdestillation der blühenden Rispen,
für 1 kg Essenz braucht man ungefähr 100 kg Kraut.
Die Hauptinhaltsstoffe sind: Linalool (Monoterpenol), Kampher (Keton),
und 1,8 Cineol (Oxid). Diese drei Inhaltsstoffe bestimmen die
Geruchsnote.
Durch diese Inhaltsstoffe wirkt der Speiklavendel
antiinfektiös, stark antiviral, mukolytisch,
exspektorativ, fungizid, analgetisch und tonisierend.
Seine Anwendungsbereiche sind Rhinitis, z.B. in Gelomyrthol-Kapseln,
Bronchitis, Mykosen (besonders Fußpilz), Rheuma,
Polyarthritis.
Der Lavandin ist eine Hybride,
eine Kreuzung von Lavandula spica, der in den tieferen Lagen angebaut
werden kann, und dem Lavandula officinalis, der in den höheren
Lagen ab 700 m Höhe zu finden ist. In den Regionen, in denen
diese beiden Lavendelarten zu finden sind, hat sich die
natürliche Hybride "Lavandin" entwickelt. Das
ätherische Öl des Lavandins wird durch
Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes gewonnen.
Für 1 kg Essenz braucht man ca. 100 kg Kraut.
Seine Hauptinhaltsstoffe sind: Linalool (Monoterpenol), Linalylacetat
(Ester), 1,8 Cineol (Oxid) und Kampher (Keton). Durch diese
Inhaltsstoffe ist es ein interessantes Öl, das sich sehr gut
für die Wundreinigung und Wundheilung eignet. Durch den
Kamphergehalt wirkt Lavandin eher anregend.
Der Lavandin findet auch viel Einsatz im Haushalt, wodurch er auch den
Namen "Putzlavendel" bekommen hat.
Ich selber verwende den Lavandin sehr viel im Putzwasser und gebe ihn
ins letzte Spülwasser meiner Waschmaschine.
Der Schopflavendel hat eher
gefiederte Blättchen und oberhalb der etwas gedrungenen
Blüte noch einen Schopf aus abstehenden,
größeren Blütenblättern.
Die Hauptinhaltsstoffe im Schopflavendel sind Kampher (Keton). Durch
diesen hohen Kamphergehalt (bis 30%) darf er nicht bei Kindern,
Schwangeren und empfindlichen Personen angewendet werden.
Es gibt 7 verschiedene erforschte Chemotypen, von Primavera-Life werden 4 Typen vertrieben:
· Thymian linalol
· Thymian thujanol
· Thymian thymol
· Thymian türkisch
Der Thymian wurde im 11.
Jahrhundert von den Benediktinern über die Alpen zu uns in die
Klostergärten gebracht. Man kennt den Thymian allerdings schon
seit mehr als 4000 Jahren als Gewürz- und Heilpflanze. Etwa
aus dem Jahre 2000 vor Christus stammen Aufzeichnungen in sumerischer
Keilschrift, aus denen hervorgeht, daß im heutigen Irak neben
Dill und Koriander auch Thymian angebaut wurde. Im Mittelalter wurde
der Thymian vor allem in Salbenform und als Wurmmittel verwendet.
Die Thymianpflanze ist sehr anspruchslos. Je heißer die
Gegend ist, in der die Pflanze wächst, umso mehr Öl
enthält sie; je höher das Anbaugebiet
liegt, umso sanfter ist das Öl von seinen Inhaltsstoffen her.
Der Thymian wird zweimal im Jahr geerntet, im Frühjahr der
Linaloltyp und im Herbst der Phenoltyp (Thymian thymol).
Die Bezeichnung weißer oder roter Thymian hat nichts mit den
Chemotypen des ätherischen Öls zu tun, man erkennt
dadurch, aus welchem Material die Destille war (roter Thymian =
Kupferdestille, weißer Thymian = Stahldestille).
Der Thymian ist eines der stärksten antiseptischen
Öle.
Insgesamt ist über das Thymianöl zu sagen,
daß es sehr vielseitig einzusetzen ist, aber man
muß sehr genau auf die einzelnen Chemotypen achten. Sie sind
von den Inhaltsstoffen her sehr unterschiedlich in ihrer Wirkungsweise
und daher auch in ihrem Anwendungsgebiet.
Der Thymian linalol wird auch
Frühlings- oder Kinderthymian genannt. Seine
Hauptinhaltsstoffe sind: Linalool (Monoterpenol), Linalylacetat
(Ester). Aus diesen Inhaltsstoffen ist zu erkennen, daß der
Linaloltyp ein milder, stark antiseptisch und antifungizid (z.B. bei
Candida nach Antibiotikagabe) wirkendes Öl ist.
Der Thymian thujanol ist
ebenfalls ein Kinderthymian. Seine Hauptinhaltsstoffe sind
Terpinen-Gamma und Limonen (Monoterpene), Linalool und
Thuyanol ( Monoterpenole). Er ist sehr gut anzuwenden bei
Clamydiainfektionen und bei Candida. Er wirkt stimulierend,
tonisierend, mild, nicht reizend, immunstimulierend und antiviral.
Der Thymian thymol ist ein
doppeltes Feueröl. Seine Hauptinhaltsstoffe sind Para-Cymen
(Monoterpen), Thymol und Carvacrol (Phenole). Durch die
Phenole ist er sehr hautreizend. Er wird auch als
pflanzliches Antibiotikum bezeichnet.
Der Thymian türkisch
enthält doppelt soviel Thymol wie der Thymian thymol.
Der Muskatellersalbei
(botanisch Salvia sclarea) gehört zu der Familie der
Lippenblütler (Labiatea). Er kommt aus Frankreich (aus
kontrolliert biologischem und aus konventionellem Anbau) und aus
Italien (Demeter-Anbau). Gewonnen wird das Öl durch
Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes. Man braucht
ca.100 kg Pflanzenmaterial für 1 kg Öl. Bei der
traditionellen Wasserdampfdestillation des blühenden Krautes
ist es wichtig, daß das Kraut zunächst bis zu 48
Stunden im Freien getrocknet wird; dazu wird es nach der Ernte
gebündelt auf dem Feld aufgestellt. Für die Bauern
ist dies ein Risiko, da die Öle bei Regen hinausgeschwemmt
werden können. Wenn diese Trocknungsphase ausgelassen wird,
ist das Öl minderwertiger und riecht terpentinartig. Das
Öl ist farblos und riecht warm, krautig und
süßlich. Die Pflanze ist 2-jährig und wird
1-1,20 m hoch. Das Muskatellersalbeiöl läßt
sich zu 95% synthetisch nachbilden, aber es entsteht dann ein
völlig anderer Duft.
Seine Hauptinhaltsstoffe sind Linalylacetat (Ester), Linalool
(Monoterpenol), Germacren-D (Sesquiterpen) und Sclareol (Diterpenol).
Das Sclareol ist östrogenartig.
Früher wurde dem billigen Rheinwein Muskatellersalbei
beigemischt, um die Qualität zu verbessern. Außerdem
haben die Hexen viel Muskatellersalbei verwendet.
Der Muskatellersalbei wird auch als Joker unter den
ätherischen Ölen bezeichnet.
Der Teebaum (botanisch
Melaleuca alternifolia) gehört zu der Familie der
Myrtengewächse (Myrtacea). Es gibt 300 bekannte
Melaleuca-Varietäten, von denen nur acht Arten
außerhalb von Australien vorkommen. Melaleuca alternifolia
ist die Varietät, die wissenschaftlich am meisten erforscht
ist. Den Namen Melaleuca erhielt die Gattung von Carl Linné.
Die Aborigines, die Ureinwohner Australiens, gaben ihr gesamtes Wissen
mündlich von Generation zu Generation weiter. Man hat nie
schriftliche Aufzeichnungen gefunden. Es gibt Berichte, nach denen die
ersten weißen Siedler den Aborigines die Heilmethoden
abgeschaut haben. Dazu gehörte unter anderem das Auflegen von
Teebaumblättern, die oft erst zerstampft wurden, auf Wunden
und Hautinfektionen.
1925 berichteten Perfold und Grant über die
keimtötende Wirksamkeit der Teebaumblätter. Wegen
seines hohen Gehaltes an Terpinen-4-ol (Monoterpenol, 33-39%) und
niedrigen Gehaltes an 1,8-Cineol (Sesquiterpenol, 3,5-4,3%) liegt eine
Qualität vor, die Hautfreundlichkeit und optimale Wirksamkeit
verbindet. Dadurch entwickelte sich ein wachsendes Interesse
während des zweiten Weltkrieges. In den Nachkriegsjahren
ließ dieses Interesse durch die in Mode gekommenen
Antibiotika und Desinfektionsmittel wieder sehr nach. Erst in den
letzten Jahren begann ein weltweiter Trend zur Nutzung
natürlicher Heilmittel und ätherischer Öle.
Der Teebaum hat nichts mit dem Teestrauch zu tun. Er ist ein sehr
schnell wachsender Baum, der bis zu 1,5 Meter hoch wird und nach
fünfzehn Monaten zum ersten Mal und ab dann einmal im Jahr
abgeerntet wird. Die Erntezeit liegt zwischen Januar und Mai, wobei die
Hauptzeit der Februar ist. Destilliert wird das Teebaumöl
durch Wasserdampf -destillation der Zweige und Blätter. Man
braucht 70 kg Pflanzenmaterial für die Gewinnung von 1 kg
Öl. Das Teebaumöl riecht kampherartig,
kräftig und medizinisch.
Die Zitrone (botanisch Citrus
limonum) gehört zu der Familie der Rautengewächse
(Rutacea). Sie kommt aus konventionellem Anbau und aus Demeter-Anbau
aus Italien. Das Zitronenöl wird durch Kaltpressung der
Fruchtschalen gewonnen. Man braucht 60-70 kg Fruchtschalen, um 1 kg
Öl zu erhalten; das sind ungefähr 3000
Früchte.
Der Zitronenbaum wurde ursprünglich in Südost-Asien
kultiviert. Von dort kam er nach China und Japan und über
Indien im 8. Jahrhundert nach Persien. Die Araber verbreiteten ihn im
Mittelmeergebiet, wo er um 1000 nach Christus den Kreuzfahrern bekannt
wurde. Nördlich der Alpen fand die Zitrone erst im 14.
Jahrhundert stärkere Verbreitung. Sie wurde als Mittel gegen
die Pest verwendet. Der britische Schiffsarzt James Lind (1716-1794)
erkannte 1747 die Wirksamkeit des Zitronensaftes gegen Skorbut.
Die Inhaltsstoffe sind Limonen, Pinen-Beta, Terpinen-Gamma, Pinen-Alpha
(Monoterpen) und Geraniol (Monoterpenol).
Durch diese Inhaltsstoffe, vor allem den hohen Anteil an Limonen (68 -
73%), wirkt das Zitronenöl stark antiseptisch, besonders in
der Raumluft, antiviral, anregend und straffend frisch. Das Geraniol
ist für den stimmungserhellenden Effekt verantwortlich. Das
Zitronenöl riecht aktiv, strahlend, frisch, spritzig, luftig
und klar.
Die Pfefferminze (botanisch
Mentha pirerita) gehört zu der Familie der
Lippenblütler (Labiatea). Es ist eine Hybride aus der
Wasserminze und der Spearminze. Die Pfefferminzpflanze stammt
ursprünglich aus China, ist aber heute auf der ganzen Welt
verbreitet.
Das Pfefferminzöl stammt aus Demeteranbau in Italien und
Ägypten. Gewonnen wird es durch Wasserdampfdestillation der
Blätter. Man braucht 50 kg getrocknete Blätter, um 1
kg Öl herzustellen. Das Öl riecht strahlend, frisch,
kühl, aktiv und stechend.
Seine Inhaltsstoffe: 40 % Menthol (Monoterpenol), 10 % 1,8 Cineol
(Oxid),
10% Menthylacetat (Ester), 20 % Menthon (Keton).
Es wirkt kühlend, stimulierend, stark schmerzlindernd und
konzentrationsfördernd.
Das Johanniskraut (botanisch
Hypericum perforatum) gehört zu der Familie der
Johanniskrautgewächse (Hypericaceae). Es gibt in Deutschland
neun verschiedene Arten von Johanniskraut. Von therapeutischer
Bedeutung ist jedoch nur eine Art, nämlich das Hypericum
perforatum, auch Tüpfeljohanniskraut genannt.
Man kann es an folgenden Merkmalen erkennen: Die Pflanze wird bis zu
einem Meter hoch. Die Stängel sind rund, kahl mit zwei
Längskanten. Im oberen Bereich sind die Stängel stark
verzweigt. Hält man die länglichen Blätter
des Johanniskrauts gegen das Licht, sehen sie aus wie perforiert.
Für diese Löcher sind die in den Blättern
befindlichen Öldrüsen verantwortlich. Zwischen Juni
und September blüht eine dichte Pracht goldgelber
Blüten, die zu Gruppen vereint sind. Zerquetscht man eine
Blüte zwischen den Fingern, so tritt ein blutroter Saft aus,
der die Haut blauviolett verfärbt. Die Johanniskrautpflanze
wächst in trockenem Urgestein- und Kalkboden, an sonnigen
Hügeln und Berghängen sowie an sonnigen Wegen und
Mauern.
Schon die Griechen der Antike kannten das Johanniskraut und verwendeten
es als Heilmittel bei ihren in zahlreichen Schlachten erlittenen
Wunden. Sie wählten die Pflanzen nach dem
Ähnlichkeitsprinzip aus, da sie der Meinung waren,
daß man anhand von bestimmten Merkmalen feststellen konnte,
für welche Behandlung sich die Pflanze eignete. Für
die Behandlung von blutenden Wunden nahmen sie das Johanniskraut, da es
beim Zerreiben der Blüten eine rote Flüssigkeit
absondert. Es wurde auch gegen Dämonen und den bösen
Blick eingesetzt. Man hat dem Johanniskraut schon immer magische
Kräfte zugesprochen. In der Antike wurde das Johanniskraut zu
Sträußen gebunden und über die Figuren der
Götter gehängt, um die bösen Geister
abzuhalten. Die Germanen schmückten beim Sonnwendfest ihre
Altäre mit Johanniskraut und flochten es zu Kränzen,
die dann beim Tanz um das Sonnwendfeuer getragen wurden. Der
später über das Hausdach geworfene Johanniskrautkranz
sollte für das folgende Jahr Glück und Gesundheit
bringen.
Von Paracelsus wurde die Anwendung bei Wunden und Würmern
bekannt.
Wenn Kühe oder Schafe auf der Weide zu viel Johanniskraut
fressen, können sie einen Sonnenbrand bekommen; zur
Herzstärkung soll man in den frühen Morgenstunden den
Tau von den Johanniskrautblättern trinken.
Die beste Erntezeit ist zwischen dem 15. Juni und 1. September, wobei
es früher nur in den ganz frühen Morgenstunden des
Johannitages gepflückt wurde.
Das ätherische Johanniskrautöl wird durch
Wasserdampfdestillation des Krautes hergestellt. Man braucht 1000 kg
Kraut, um 1 kg ätherisches Öl zu erhalten. Es ist
wichtig, daß das Johanniskraut gleich nach der Ernte
abdestilliert wird, da es sonst 40% des
ätherischen Öls verliert.
Das Johanniskrautöl wird bei Primavera - Life auch als Mazerat
angeboten, das heißt es werden die frischen
Johanniskrautblüten in Olivenöl eingelegt; nach sechs
Wochen in der Sonne wird das Kraut herausgefiltert und das Mazerat ist
fertig.
Das Mandelöl
(botanisch Prunus amygdalus dulcis) gehört zu der Familie der
Rosengewächse (Roseaceae). Der Mandelbaum stammt aus Asien,
von dort gelangte er im 17.bis 16. Jahrhundert vor Christus
über Persien nach Kleinasien, Syrien und Ägypten. Die
Mandelbäume werden mehrmals bei Moses im alten Testament
erwähnt. Vor Ende des
5. Jahrhunderts war er bei den Griechen und danach im
römischen Reich heimisch. Er war damals schon als
Hautpflegemittel und auch als Arznei bekannt. Karl der Große
empfahl 794 den Anbau von Mandelbäumen. Heute gedeiht der
Mandelbaum in allen Ländern rund um das Mittelmeer und in
Kalifornien.Vor allem am Kaiserstuhl, in der Pfalz, an der
Bergstraße und im unteren Neckargebiet gab es große
Mandelplantagen. Heute erinnert das Mandelblütenfest im
Frühjahr noch daran.
An einem Baum können süße und bittere
Mandeln wachsen; die bitteren Mandeln sind jedoch nur in sehr geringen
Mengen zum Verzehr geeignet, da sie Blausäure enthalten. Man
kann daraus ein nach Marzipan duftendes ätherisches
Öl herstellen, dem jedoch die Blausäure entzogen
werden muß. Dieses ist jedoch wegen des hohen Preises oft
verfälscht; aus diesem Grund findet es in der Aromatherapie
keine Verwendung. Bei Primavera - Life wird das süße
Mandelöl in zwei Qualitäten angeboten:
einmal aus kontrolliert biologischem Anbau aus Spanien, zum anderen aus
konventionellem Anbau aus den USA und aus der Türkei. In der
Aromatherapie gilt es als das beliebteste natürliche
Basisöl. Es ist ein klassisches Öl zur Hautpflege und
auch in der Kinder- und Babypflege sehr gut einzusetzen.
· Primavera Life,
"Ätherische Öle" (160 äth. Öle,
Rezepte, Tips), Sulzberg 1998
· E. Zimmermann, "Aromatherapie für Pflege- und
Heilberufe", Stuttgart 1998
· M. Kraus, "Ätherische Öle für
Körper, Geist und Seele", Gaimersheim 1993
· J. Rombach, "Taschenlexikon der natürlichen
ätherischen Öle", Winnert 1995
· J. Zittlau, "Heilkraft der Natur - Johanniskraut",
München 1998
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